Bullet Journal, ein Onlinebusiness, ein Retreat für Musiker in der Pfalz, ein konkretes Buchvorhaben, eine Talentshow und mein erstes selbst komponiertes Lied! Das waren ein paar Highlights aus meinem 2019, das ein gesamtes Experiment war, und viele erste Male. Es ist so viel passiert.



2019 als Experiment: online Musikercoaching

Mein ganzes 2019 war ein Experiment, denn Anfang des Jahres stand für mich online arbeiten sehr im Vordergrund. Ich wollte die Art und Weise ändern, wie ich arbeite. Eine Anmeldung bei SOMBA* bot sich im Januar an. "SOMBA, was ist das denn?" dachte ich mir so. Ich schaute im Dezember 2018 die kostenlosen Videos von dieser Isländerin Sigrun an* und war erstaunt, wie straight sie war und wie viel sehr gute Information sie in diesen kostenlosen Trainings gab. Obwohl ich schon sehr viel Wissen über online business in dieser Art von Web-Seminaren gesammelt hatte, wurde mir schnell bewusst, dass ich nur weiterkommen würde, wenn ich mir auch Unterstützung holte und die ziemlich straighte Isländerin als mein Business Coach anheuerte und mich bei SOMBA angemeldet habe. Und so war es dann auch.



Dort kam ich sofort in Kontakt mit anderen Frauen, die ebenfalls ein online Business aufbauen. Da die Community hauptsächlich aus Europa kommt, finden dementsprechend die Seminartermine zu normalen Geschäftszeiten statt. Sehr erfrischend. Kein Abends bis 22h aufbleiben, um ein Training mitzumachen. Ich lernte Sigrun noch mehr kennen und schätzen seitdem und mittlerweile ist sie für mich die "ziemlich straighte Isländerin" geworden. Mich beeindruckt immer noch sehr, wie schnell sie verstehen und gute Ratschläge geben kann, ohne die gesamte Geschichte von einer Person zu wissen.

Als Teil des Experiments ließ ich mich darauf ein, bei Facebook beizutreten. Ein halbes Jahr später kam Instagram dazu. Facebook hab ich noch nicht so richtig liebgewonnen, bei Instagram bin ich noch in der Kennenlernphase und probiere verschiedene Dinge aus (hier ist mein Instagram Profil, sag gern hallo!). Was jedoch klar ist: über diese Medien konnte ich mich viel sichtbarer machen, als ich vorher war. Das an sich ist für mich ein positives Fazit.

Und hier geht's zu der Seite, in der ich meine Einzelcoachings anbiete!


Zum ersten Mal: das Flow-Seminar für Musiker

Zum ersten Mal habe ich dieses Jahr ein dreieinhalbtägiges Retreat angeboten, mein Flow-Seminar. Nachdem ich mich einige Jahre nur habe einladen lassen, um meine Workshops zu halten, wollte ich einen Workshop anbieten, in dem ich alle meine neuesten Entdeckungen im Bereich Musikphysiologie und angewandter Resonanz mit einer Gruppe von Musikern teilen und weiterentwickeln konnte. Dank Sigruns Strategien bekam ich das Seminar innerhalb von einer Woche voll. Es meldeten sich 9 Musiker verschiedener Instrumente aus unterschiedlichen Bereichen an - Orchestermusiker, Kirchenmusiker, Instrumentallehrer, Kammermusiker und Amateurmusiker. Da der Hintergrund der Teilnehmer recht heterogen war, ergab sich im Seminar selbst eine sehr aktive Lerngemeinschaft, in der viel reger Austausch stattfand. Dadurch hatten einige der Teilnehmer einen regelrechten Durchbruch.

Dazu erreichten mich die Rückmeldungen der Teilnehmer:

"Der wunderbare Workshop bei dir hatte vielleicht weittragende Folgen für mich. Deine Arbeit hat einiges bei mir in Bewegung gebracht."
Peter Holzapfel, Posaune


"Für mich hat das Seminar sehr viel gebracht: Zum ersten mal habe ich Blockaden im Oberkörper durchgängig machen können - wow! Die Übungen und diverse Bewusstwerdungsprozesse haben nicht nur körperlich viel gelöst. Plötzlich geht einiges "wie von selbst", was mit blockiertem Schulter/Brustbereich nie ging. Warum bekommt man das eigentlich im Studium nicht vermittelt?"
Steffi Holzwarth, Violoncello


Eine andere Teilnehmerin schrieb:

"Die erste Frucht des Seminars ist, dass ich meinen Minderwertigkeitskomplex "ich bin kein wirklicher Musiker" in Eisenberg lassen konnte. In mein Orchester bin ich mit großer Gelassenheit gegangen und auch nicht in Panik verfallen, als etwas nicht geklappt hat. Auf der Arbeit merke ich eine größere Veränderung, als im Orchester, ich habe vor allem die Wasserpflanze sehr lieb gewonnen :) Dir liebe Maria möchte ich ganz herzlich Danke sagen, für Deine Geduld, Deine Aufmerksamkeit und Dein Da-sein. Ich habe mich bei Dir sehr geborgen gefühlt.“
Birgit Gaudron, Oboe


Wichtiger Bestandteil des Flow-Seminars waren die Bodenübungen der Resonanzlehre. Dazu schrieb eine andere Teilnehmerin:

"Herzlichen Dank nochmal für das tolle Seminar und die wertvollen Hinweise in der Einzelstunde! Ich muss sagen, ich bin erstaunt, wie schnell sich manche Dinge in die Praxis integrieren lassen. Hab die Bodenübungen in mein tägliches Bewegungsprogramm aufgenommen und die Übungen im Sitzen kann ich ganz einfach während des Orchesterdienstes machen. Da merke ich jetzt schon, dass ich meine Beine besser spüren kann und wie sie versuchen, dem Oberkörper Arbeit abzunehmen und sich der Körper ganzheitlicher bewegt. Generell bin ich begeistert von deiner Methode, da sich dadurch auch Schmerzen und Verspannungen so schnell lösen lassen. Das hatte ich so nicht erwartet, war aber gleich die erste positive Erfahrung die ich beim Seminar machen konnte.“
Melanie Schönbichler, Flöte


Und noch weitere Stimmen aus dem Flow-Seminar und zu den Bodenübungen:

"Die Unterrichtstage nach dem Kurs waren geprägt von viel Körperarbeit und erfreulichen Klangerfolgen. Ich selber war ausbalanciert wie selten. Letztes Wochenende habe ich mein Streichorchester durch ein Probenwochenende mit Konzert am Sonntag Nachmittag dirigiert. Auch hier hat mein Körpergefühl die Anspannung der Gruppe deutlich vermindert und eine entspannte, harmonische Atmosphäre geschaffen, die dem Laienorchester gut tat. Das Konzert gelang. Während des Probenwochenendes habe ich die Bodenübungen mehrmals am Tag gemacht - das brachte mich schön zurück in die Mitte. Das Flow-Seminar war wunderschön, meditativ, freundschaftlich, lustig."
Katharina Kunzendorf, Violine


Ich bin so, so dankbar, diese Musiker und Musikerinnen ein Stück ihres Weges zu begleiten!


Schreiben: Mein Buch und die Flowletter

Der Flowletter ist meine Kolumne, die ich Musikern per E-Mail zukommen lasse. Zum ersten Mal in diesem Jahr habe ich auch quasi wöchentlich geschrieben, mit neuen Texten von mir und verschiedenen Aktionen, um die Musiker zu vernetzen, die im Flowletter mitlesen.

Mitte des Jahres antwortete eine meiner Klientinnen auf eine meiner E-Mails mit der Frage, ob ich denn nicht alle meine Texte in ein Buch packen wollte. Dann könne sie nämlich das Buch immer wieder aufschlagen, wenn sie mal Inspiration bräuchte. Das war für mich das Zeichen, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen war, das Thema Buch ernsthaft anzugehen.

Dazu habe ich mir Rat von einem befreundeten Autor geholt, der mich unterstützt hat beim Erarbeiten eines roten Fadens, sodass das Buch ein Ganzes ist und nicht eine Reihe wahllos aneinander gereihter Texte. Wir haben uns einige Male getroffen, um mehrere Stunden am Stück in den Flow zu kommen und dadrin den Fluss des Buchs zu finden, den roten Faden, der alles zusammenbringen würde. Mehr dazu unter der Rubrik "Unterstützung holen“, weil das war, wie ihr seht, ein Thema des Jahres.


Thema des Jahres: Unterstützung holen

2019 war das Jahr, in dem ich mir Unterstützung geholt habe. Das war wirklich lange nötig, alleine konnte ich nicht mehr. Nicht nur ist es anstrengend, alles selbst zu machen, sondern ich habe leibhaftig gespürt, wie schnell ich vorangekommen bin, wenn ich mit jemand anderem gearbeitet, oder mich ausgetauscht habe, oder einfach jemanden anders bezahlt habe, damit der etwas macht, was ich auch hätte machen können (ein sehr krasses Gefühl!).

Oben hatte ich ja schon geschrieben, dass ich in Sigruns Programm SOMBA investiert habe. So habe ich von einer großen Community von gleichgesinnten Frauen und von deren Unterstützung profitiert, von einem riesigen Archiv an Trainings, und natürlich von Sigrun selbst und ihrem wunderbaren Team. All das trug dazu bei, dass sich meine Einstellung zu mir und zu meinem Wert, meiner Zeit und meiner Arbeit an sich sich sehr verändert haben.

In diesem Zuge wurde mir im Oktober klar, dass ich anfangen musste, jemanden für einige Stunden in der Woche zu engagieren. Jetzt hatte ich einen Plan, aber ich konnte nicht mehr alleine. Ich brauchte jemanden, der mir die Last einiger Tätigkeiten abnimmt, die nicht mehr so wichtig waren, dass ich sie selbst erledige. Das war definitiv eine der besten Entscheidungen des Jahres. Der Luxus, jemanden mit Dingen zu beauftragen, die man gut hätte selbst machen können, um dann dafür in der Zeit etwas ganz anderes zu machen: Workshops vorbereiten, Üben, Unterrichten, Schreiben - das waren alles Dinge, die nur ich machen konnte, und es fühlte sich so gut an, mich wirklich nur noch diesen Sachen zu widmen. Mir ist das so wertvoll geworden, dass ich diese Art der Unterstützung nicht mehr missen möchte.

Unterstützung holte ich mir auch bei meinem lieben Lektor Ben Flegel. Anfang des Sommers trafen wir uns und erzählten einander erzählt, womit wir in der nächsten Zeit beschäftigt sein würden. Ihm stand die Selbstveröffentlichung seines ersten Romans bevor, und ich brauchte Unterstützung bei meinem Buchprojekt: meine Texte mit einem roten Faden verbinden, der dem Ganzen ein Gefühl der Einheit vermitteln würde. Daraufhin meinte er, dass wir uns in der Tat gegenseitig unterstützen könnten. Mir wäre das nie eingefallen, Ben zu fragen, aber als er das vorschlug, lag das natürlich auf der Hand. Über den Sommer trafen wir uns wöchentlich für einen ganzen Tag, um in seinem und in meinem Projekt intensiv zu arbeiten. Tandems sind für mich eine wacklige Konstruktion, aber hier hat das richtig gut gepasst. Ich habe Ben gecoacht, und Ben hat mir bei der Vogelperspektive auf mein Buch geholfen. Wir waren beide so glücklich darüber. Und jeden Freitag war Weihnachten.


Meine Ausbildung in integralen Methoden und Arbeit in Unternehmen

2019 habe ich auch meine zweijährige systemische Ausbildung in integralen Methoden absolviert. Was für ein Husarenritt das war. Nicht nur mit vielen Reisen war diese Ausbildung verbunden, auch mit dem Commitment, jeden Tag eine Stunde zu meditieren, der Höhepunkt war dann quasi das Retreat, in dem wir in der Ausbildungsgruppe 10 Tage miteinander meditiert und geschwiegen haben. Diese Ausbildung hat mir erlaubt, meine Fähigkeiten als Coach zu erweitern, mich auf die Menschen besser einstimmen zu können, mit denen ich arbeite, und auch auf viele neue Ressourcen als Workshopleiterin zu verfügen. Die Gruppe, mit der ich diese zwei Jahre gegangen bin, ist zu meiner Familie geworden.

Aus einer der Begegnungen in der Gruppe ergaben sich 2018 Workshops in Unternehmen, die sich 2019 fortsetzten. Dabei konnte ich mit meiner Expertise im Feld der Kommunikation und Körperarbeit einen integralen Berater unterstützen, seine Klienten und auch deren Firma auf das nächste Level zu bringen. Dafür habe ich aus meiner Kompetenz im Bereich Körperbewusstsein für Musiker vollends schöpfen können. Es war richtig toll, im Kreis zu sitzen und den Managern die Balancebewegungen im Sitzen zu zeigen, und auch die Komplettbewegung, mit der sie in Meetings lange frisch bleiben konnten. Zuerst waren sie skeptisch, doch immer mehr Manager kamen in den Folgeworkshops auf mich zu und erzählten begeistert, dass sie jetzt im Meeting „wackeln“ würden und sie sich in der Tat nicht mehr so schlapp fühlten! (Die Business-Leute bekommen wenig bis gar keine Gelegenheit, Zugang zu ihrem Körper zu haben, leider!) Durch diese Feedbacks überlegte ich kurz, das war dann etwa im Mai, meine Arbeit zukünftig als Lampenfieber- oder Kommunikationscoach für Unternehmer anzubieten. Ich testete die Idee beim FairCamp in Berlin mit meinem Angebot zu Einzelsessions "Führen ohne Lampenfieber". Es kam richtig viel Resonanz, doch dann dann habe ich die Idee erstmal beiseite geschoben. Laut Sigrun und meinem gesunden Menschenverstand sollte ich erstmal nur mit einer Zielgruppe erstmal arbeiten, und es schien mir zu krass, dieser Spagat, etwas für Musiker UND Unternehmer anzubieten. Das kann vielleicht noch kommen.


Musik, Teil 1: Spielpause

Für 2019 hatte ich mir eine Spielpause gegeben. Meine Ausbildung beanspruchte mich sehr, durch das viele Reisen war ich körperlich ausgelaugt und Spielen ist für mich immer mit einem hohen organisatorischen Aufwand verbunden. Als Cembalistin bin ich in Projekten oft bei der Organisation, Aufbau und Stimmung meines Instruments beschäftigt, stimme bei Konzerttagen gerne 3-4 Mal am Tag, und das sind dann mehrere Stunden, in denen ich eine Pause gebraucht hätte vom Proben - wie jeder, der ein Konzert spielt. Ende 2018 war mir dieses, neben der Akquiseaktivitäten, zu viel geworden und daher erlaubte ich mir zum ersten Mal in 10 Jahren, einfach mal nicht diesen organisatorischen Aufwand auf mich zu nehmen. Dieses Jahr habe ich viel mehr am Klavier gesessen als am Cembalo. Das hat sich gut angefühlt, einfach mal die Seele baumeln zu lassen, und musikalisch wieder auszuprobieren ohne Deadline, ohne etwas dann und dann fertig zu haben. Das hat mir richtig gut getan.

Das Nicht-Auftreten hat mir den Raum offengehalten für andere Projekte, die mir richtig Freude bereiten. Das Schreiben ist beispielsweise sehr wichtig geworden für mich, und mit dem offenen Raum habe ich gemerkt, ach ja, jetzt könnte ich mich mehr dem Buch widmen!


Musik, Teil 2: Zwei unerwartete musikalische Highlights

Ansonsten hatte ich zwei weitere unerwartete musikalische Highlights in diesem Jahr… und beide haben mit meiner integralen Ausbildung zu tun… das erste war, einen Talentwettbewerb zu gewinnen… und das zweite war: Ich habe ein Lied komponiert!

Der Talentwettbewerb war Teil eines ziemlich krassen Ausbildungsmoduls im Januar. Das Thema war Spiral Dynamics, welches ein Modell ist, das verschiedene Wertsysteme und die Evolution der menschlichen Gesellschaften erläutert. Dieses Thema für sich und wie ich es auf Musikerpersönlichkeiten übertrage verdient einen ganz eigenen Artikel. Das Wochenende war sehr lebendig gestaltet, sodass wir die verschiedenen Wertesysteme am eigenen Körper ERLEBTEN, anstatt von ihnen zu WISSEN. Und teil davon war eben ein Talentwettbewerb. Warum der stattfand, lässt sich nicht in wenigen Worten erläutern. Er fand statt und zwei Musikerinnen aus der Gruppe und ich beschlossen, als A-Cappella Gesangstrio daran teilzunehmen. Unter sieben Acts, von denen niemand wirklich Zeit hatte, etwas vorzubereiten, traten wir als letzte auf und gewannen auch einen Geldpreis. Aber mehr als der Preis, war die Erfahrung, mit meiner Stimme aufzutreten und zu dritt A-Cappella vor einem begeisterten Publikum zu singen, unschlagbar. Alle waren so angetan, und wir auch, und dann bekamen wir auch noch den Preis. So startete mein Jahr.

Im September stand dann auch die Abschlussfeier der Ausbildung an. Viele in der Gruppe äußerten den Wunsch, ob wir vom Gesangstrio nicht etwas singen könnten. Ich hatte auch den inneren Impuls, vielleicht sogar mit einem selbst komponierten Lied beizutragen.

Das wird jetzt einige überraschen, denn wenige wissen von meinem musiktheoretischen Hintergrund. Ich hatte in Barcelona (vor Jahren) in Klausurexamina oft Stücke, Lieder, Inventionen komponieren "müssen", als Übung oder Prüfung, sozusagen. Wann immer ich ein Stück in dieser Zeit komponierte, merkte ich, dass ich dann nicht mehr Klavier üben wollte - ich wollte, dass meine gesamte kreative Energie aufs Üben ging und nicht aufs Komponieren. Deshalb habe ich dann auch wenig komponiert und bis heute komponiere ich selten. Irgendwie lustig, oder? Bestätigt andererseits meine Theorie, dass Üben ein kreativer Prozess ist und sein sollte.

Noch einmal zurück zum eigentlichen Anlass: Ich hatte mir für die Abschlussfeier der Ausbildung vorgenommen, aus einem Gedicht, das wir sehr schätzen in der Gruppe, ein Lied zu machen, mit einer Bedingung an mich selbst: es sollte einfach sein, wenn überhaupt, ohne langen Prozess. Easy.

Und eines Tages im August wachte ich auf und hatte das gesamte Lied im Kopf.

Da schrieb ich es sofort auf, ließ es mir bei Spaziergängen durch den Kopf gehen und setzte mich erst eine Woche später wirklich ans Klavier, um es zum ersten Mal zu spielen… Wie krass, seine eigene Musik zu hören??? Alleine von den Worten des Gedichts war ich so angetan, dass ich jedes Mal heulen musste, wenn ich es sang. Ich beschloss, mir Unterstützung dazu zu holen (wieder das Thema!). Für die Abschlussfeier erweiterte ich den Kreis unseres Gesangstrios auf einen dreistimmigen Frauenchor mit mehr Teilnehmerinnen unserer Gruppe. Wir sangen das Lied gemeinsam und ich begleitete am Klavier. Wir waren alle so berührt, dass wir ganz oft in den Proben heulen mussten… Es war so schön und neu für mich, eine Musik von mir zu teilen und vor allem die anderen Menschen in der Gruppe daran teilhaben zu lassen! Dieser gesamte Prozess ist definitiv mein musikalisches Highlight im Jahr 2019.


Bullet Journal Power, oder Wie ich mein Leben geregelt bekomme

Nichts von alledem wäre möglich gewesen, hätte ich nicht mit dem Bullet Journal begonnen. Mein Beginn war eigentlich im November 2018 gewesen, doch da war ich noch sehr zögerlich dabei, das gesamte System überhaupt zu überschauen. Ich habe insgesamt fast ein Jahr gebraucht, um meinen eigenen Workflow zu finden. Jetzt möchte ich es nicht mehr missen.

Für die, die sich jetzt fragen: Bullet Journal ist ein Kalender-Organisationssystem, ins Leben gerufen von Ryder Carroll. Man macht sich selbst den eigenen Kalender, und alles, was gebraucht ist, ist ein Notizbuch und ein Stift. Die hohe Flexibilität des Systems ist wie geschaffen für mich. Es gibt eine Struktur, die man annehmen kann, und die einem hilft, durchzublicken durch den Dschungel von Projekten, Terminen und den eigenen Träumen. Und dann gibt es Raum für eigene Strukturen. Das Bullet Journal ist extrem flexibel.

Über das gesamte Jahr haben 5 meiner Freundinnen und auch Klavierschülerinnen dieses System adoptiert - alle sind glücklich über die Entscheidung bis jetzt ^_^. Mir macht das so viel Freude, über dieses Thema zu sprechen.

Warum ein Bullet Journal? Weil ich in der Zeit mit mir selbst bin und nicht mit einem Bildschirm. Weil ich darin meine Flexibilität leben kann. Weil ich so den Überblick gut behalte. Weil mir das Organisieren von Dingen jetzt viel leichter fällt. Weil ich einen guten Eindruck habe, wie ich mit meiner Zeit umgehe. Das hat mir schon für die Planung von Projekten oder Aufträgen sehr geholfen. Denn wenn ich weiß, wie lange ich für etwas brauche, kann ich immer präziser meine Zeit einteilen und sie nutzen.

Und ein anderer Aspekt vom Bullet Journal ist, dass ich die gesundheitlichen Dinge besser im Blick habe. Ich konnte damit meinen Schlaf deutlich verbessern, meine allgemeine körperliche Verfassung steigern, und allgemein einen besseren Überblick über mein Leben und wie ich meine Energie und Zeit verbringe. Bonus: Ich habe 2019 meine Steuererklärung zum allerersten Mal pünktlich abgegeben! Dank Bullet Journal. Wenn das nicht alles sagt.



Ausblick auf 2020

Immer wichtiger wird mein Buchprojekt, das ich hoffentlich 2020 auch herausbringen kann. Ein Podcast ist außerdem in den Startlöchern. Es ist immer noch so, dass wenn ich mich an den Computer setze, gleich die Worte sprudeln, und so lange das ist, werde ich dem Sprudeln folgen! Das ist so ein schönes Gefühl.

Die nächsten Monate werde ich damit verbringen, die Texte aus meinem Buch, die noch fehlen, zu schreiben. Das Buch wird sowohl altes Material als auch ganz Neues enthalten. Sobald der erste Entwurf steht, geht er an meine Lektorin, dann geht’s ans Buchdesign, und schließlich ist mein erstes Buch eine Realität! Ich freue mich darauf. Da Selbstveröffentlichung relativ leicht geworden ist, möchte ich das Buch selbst verlegen und mit einer schönen Buchpremiere-Aktion herausbringen.

2020 werde ich mir definitiv mehr Auszeiten nehmen. Eine weitere Schweigewoche ist bereits eingeplant. Ich möchte mehr Musik machen. Musizieren ist gerade mein "guilty pleasure". Ich freue mich riesig darauf, auch da Auszeiten mit dem Cembalo zu nehmen und einfach wieder länger intensiver Musik zu machen.

Und last but not least plane ich für Anfang 2020 meinen ersten Onlinekurs. Es wird wie das Flow-Seminar, nur im Internet. Ich freue mich riesig, meine Erfahrungen in dieser neuen Form anzubieten. Auch 2020 wird es weitergehen mit den ersten Malen und den Experimenten. Wenn du mehr über das Flow-Seminar online erfahren möchtest, kannst du dich gerne hier in meinem Flowletter eintragen. Der Flowletter bekommt immer als erstes Bescheid, wenn ich etwas Neues anbiete.


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Der Flowletter ist meine Kolumne für Musiker, nur per E-Mail. Neben frischen Artikeln zum Thema Körperbewusstsein für Musiker, Erfahrungen aus meinem Alltag als Musikerin und Musikercoach, gibt es Blicke hinter den Kulissen, die ich nirgendwo anders teile. Ich hoffe, ich kann dich damit inspirieren, herausfordern und jedes einzelne Mal etwas Wertvolles beitragen.

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